Königssee-Umrundung – stille Alternative zum Massentourismus
Hinweis: Alle Inhalte basieren auf persönlichen Erfahrungen. Tourenvorschläge, Bedingungen und Angaben erfolgen ohne Gewähr. Jede Tour erfolgt auf eigene Verantwortung – prüfe aktuelle Verhältnisse und schätze deine Fähigkeiten selbst realistisch ein.
Die Königssee-Umrundung ist eine mehrtägige Rundtour im Nationalpark Berchtesgaden, die sich deutlich vom klassischen Königssee-Erlebnis unterscheidet.
Statt mit dem Boot zwischen tausenden Besuchern über den See zu fahren, bewegst du dich hier zu Fuß durch die umliegende Bergwelt. Der Königssee ist dabei nie ganz weg – aber er zeigt sich aus der Distanz, von oben, aus verschiedenen Blickwinkeln. Genau das macht den Reiz dieser Tour aus.
Die Route führt durch sehr unterschiedliche Landschaften: von bewaldeten Zustiegen über alpine Übergänge bis hin zu offenen Hochflächen und ruhigen Tälern. Gerade dieser Wechsel macht die Umrundung so besonders.
Warum diese Tour besonders ist
Die meisten verbinden den Königssee mit Booten, Warteschlangen und einem festen Ablauf.
Diese Tour ist das Gegenteil davon.
Du bist mehrere Tage unterwegs, bewegst dich durch die umliegenden Berge und bekommst den See immer wieder aus neuen Perspektiven zu sehen – ruhig, oft ohne viele Menschen und mit deutlich mehr Gefühl für die Landschaft.
Es ist keine „klassische“ Königssee-Tour.
Wichtiger Hinweis zur aktuellen Wegsituation
Eine klassische Weiterführung vom Kärlingerhaus ins Wimbachtal zur Wimbachgrieshütte ist aktuell nicht möglich.
Am 5. August 2025 kam es am Hirschwieskopf zu einem größeren Felssturz. Dabei wurden Teile des vielbegangenen Weges zwischen Trischübel und Wimbachgrieshütte verschüttet. Der Bereich ist gesperrt und gilt weiterhin als gefährlich.
Die Sperrung sollte unbedingt beachtet werden. Für diese Tour ist daher eine Umplanung der Route erforderlich.
Region: Nationalpark Berchtesgaden, Bayerische Alpen
Dauer: 5 Tage
Distanz: ca. 45 km
Höhenmeter: ca. 2.700 m im Auf- und Abstieg
Start: Parkplatz Königssee
Ziel: Parkplatz Königssee (Rückweg per Boot von St. Bartholomä)
Übernachtungen: Schneibsteinhaus / Carl-von-Stahl-Haus, Gotzenalm, Wasseralm (i.d. Röth), Kärlingerhaus
Charakter: alpine Mehrtagestour im Nationalpark mit abwechslungsreichen Landschaften rund um den Königssee
Schwierigkeit: mittel bis anspruchsvoll (Kondition, Trittsicherheit und alpine Erfahrung erforderlich)
Besonderheit: Rundtour ohne klassische Königssee-Bootstour, wechselnde Perspektiven auf den See, Kombination aus Hütten- und Almübernachtungen, aktuell eingeschränkte Varianten durch Wegsperrung Richtung Wimbachtal
Für wen eignet sich die Tour?
Die Königssee-Umrundung ist nichts für einen spontanen Ausflug, aber auch keine Tour, für die du extreme Hochtourenerfahrung brauchst.
Sie liegt genau dazwischen.
Du musst kein Profi sein.
Aber du solltest wissen, was du tust.
Vor allem ist es eine Tour für alle, die den Königssee einmal anders erleben wollen.
Nicht vom Boot aus, nicht im Trubel – sondern ruhig, von oben, aus der Distanz.
Die steilen Felswände sind schon von unten beeindruckend.
Aber wenn du oben stehst und auf den See hinunterblickst, bekommt das Ganze nochmal eine ganz andere Wirkung.
Dazu kommt ein Gefühl, das man bei dieser Tour immer wieder hat: Du siehst, wo du herkommst – und gleichzeitig, wo es noch hingeht.
Diese Perspektiven, dieses „im Raum unterwegs sein“, machen die Tour besonders.
Wer eine einfache Genusswanderung sucht, wird hier schnell merken, dass die Tour mehr verlangt.
Wer dagegen Lust auf eine mehrtägige Runde mit Substanz hat, wird genau das finden.
Es ist eine Tour für alle, die nicht nur „dabei sein“, sondern wirklich unterwegs sein wollen.
Und genau deshalb funktioniert sie so gut.
Anreise
Mit dem Auto
Der Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz am Königssee in Schönau am Königssee.
Hier startet und endet die Rundtour.
Der Parkplatz ist gut erreichbar und dient gleichzeitig als zentraler Einstieg in das Gebiet. Von hier aus beginnt der Aufstieg Richtung Schneibsteinhaus bzw. Carl-von-Stahl-Haus.
Am Ende der Tour fährst von St. Bartholomä mit dem Boot über den Königssee zurück zum Ausgangspunkt.
Gerade diese Kombination macht die Tour logistisch angenehm einfach – kein Umsetzen des Autos, kein komplizierter Rückweg.
Mit Bus & Bahn
Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Tour gut erreichbar.
Ziel ist ebenfalls der Königssee-Parkplatz in Schönau am Königssee, der direkt an das Busnetz angebunden ist. Von Berchtesgaden aus verkehren regelmäßig Busse bis zum Endpunkt Königssee.
Von dort startest du die Tour direkt zu Fuß.
Für den Rückweg gilt das gleiche Prinzip:
Wenn du die Bootsfahrt von St. Bartholomä nutzt, kommst du wieder am Königssee an und hast dort direkten Anschluss an Busverbindungen zurück Richtung Berchtesgaden.
Verbindung zum Königssee suchen
Die Verbindung öffnet sich direkt bei der Bahn. Dort kannst du aktuelle Abfahrten, Umstiege und Zeiten prüfen.
Tourenverlauf
Tag 1: Zustieg → Schneibsteinhaus / Carl-von-Stahl-Haus
Der erste Tag der Tour führt dich aus dem Talbereich hinauf in Richtung Schneibsteinmassiv im Nationalpark Berchtesgaden. Der klassische Zustieg erfolgt über gut ausgebaute Bergwege und bringt dich stetig aus dem bewaldeten Bereich hinauf in zunehmend alpines Gelände mit ersten weiten Ausblicken auf das Berchtesgadener Land und den Königssee.
Je nach Variante endet die Etappe entweder am Schneibsteinhaus oder am Carl-von-Stahl-Haus. Beide Hütten liegen nur wenige hundert Meter auseinander und eignen sich gleichermaßen als erster Stützpunkt der Tour.
Optional kann diese Etappe deutlich verkürzt werden: Mit der Jennerbahn kannst du entweder direkt zur Bergstation am Jenner oder zur Mittelstation auffahren und dadurch viele Höhenmeter einsparen. Von dort verkürzt sich der Zustieg entsprechend und wird zu einer deutlich entspannteren Einstiegsvariante in die Tour.
Der verbleibende Anstieg vom Jennergebiet erfolgt über alpine, gut markierte Bergwege und führt dich in das hochalpine Gelände rund um den Schneibstein.
Charakter der Etappe:
- klassischer alpiner Hüttenaufstieg
- gut markierte Wege im Nationalparkgebiet
- stetiger Höhengewinn bis ins Hochgebirge
- zwei nahegelegene Hütten als Zieloption
- optional stark verkürzbar durch die Jennerbahn
- idealer Einstieg in die Mehrtagestour
Jennerbahn
Informationen zu Tickets, Preisen und Sommerbetrieb der Jennerbahn am Königssee findest du direkt auf der offiziellen Seite.
Zur Preisübersicht
Schneibsteinhaus/ Carl-von-Stahl-Haus
Wenn du im Bereich Schneibstein unterwegs bist, hast du die Wahl zwischen zwei Hütten, die nur wenige hundert Meter auseinanderliegen: dem Schneibsteinhaus und dem Carl-von-Stahl-Haus.
Beide eignen sich hervorragend als Stützpunkt, unterscheiden sich jedoch in Charakter und Lage. Das Schneibsteinhaus liegt etwas ruhiger und ist ideal, wenn du eine etwas abgeschiedenere Atmosphäre mit direktem Zugang zu den umliegenden Gipfeln suchst. Das Carl-von-Stahl-Haus hingegen liegt an einem wichtigen Übergang im Alpenhauptkamm und bietet dadurch mehr Durchgangsverkehr sowie eine etwas lebhaftere Hüttenstimmung.
Welche Hütte besser passt, hängt daher vor allem davon ab, ob du es eher ruhig und bergnah oder etwas geselliger und verkehrsreicher bevorzugst – beide sind jedoch perfekte Ausgangspunkte für Touren im Gebiet rund um den Schneibstein.
Schneibsteinhaus
Alle Details zur Hütte, Ausstattung und aktuellen Informationen findest du direkt auf Alpenvereinaktiv.
Hüttendetails öffnenDas Schneibsteinhaus liegt oberhalb des Königssees im Nationalpark Berchtesgaden und ist ein beliebter Stützpunkt für Touren rund um den Schneibstein und das Steinerne Meer.
Steckbrief:
- Höhe: ca. 1.668 m
- Schlafplätze gesamt: ca. 90
- Mehrbettzimmer: vorhanden (verschiedene Kategorien)
- Zweibettzimmer: teilweise vorhanden
- Matratzenlager: vorhanden
- Winterraum: ja (eingeschränkt nutzbar)
- Dusche: vorhanden (teilweise gegen Gebühr)
- Handyempfang: eingeschränkt möglich
- Hinweis: beliebte Hütte – Reservierung dringend empfohlen
Carl-von-Stahl-Haus
Alle Details zur Hütte, Ausstattung und aktuellen Informationen findest du direkt auf Alpenvereinaktiv.
Hüttendetails öffnenDas Carl-von-Stahl-Haus liegt direkt an der deutsch-österreichischen Grenze am Torrener Joch und ist ein wichtiger Übergangspunkt zwischen Hagengebirge und Berchtesgadener Alpen.
Steckbrief:
- Höhe: ca. 1.736 m
- Schlafplätze gesamt: ca. 150
- Mehrbettzimmer: vorhanden
- Zweibettzimmer: begrenzt vorhanden
- Matratzenlager: vorhanden
- Winterraum: ja
- Dusche: vorhanden
- Handyempfang: ja
- Hinweis: Grenzlage – sowohl von deutscher als auch österreichischer Seite erreichbar
Tourverlauf
Tag 2: Schneibsteinhaus / Carl-von-Stahl-Haus → Gotzenalm
Der zweite Tag der Tour führt dich vom Bereich des Schneibsteins hinüber zur Gotzenalm, einer aussichtsreichen Hochalm hoch über dem Königssee. Ausgehend von den Hütten am Schneibsteinhaus bzw. Carl-von-Stahl-Haus bewegst du dich zunächst durch alpines Gelände mit weiten Blicken auf das Hagengebirge und den Königssee.
Der Weg verläuft überwiegend über gut markierte Bergpfade und führt dich über Übergänge und Höhenwege in Richtung der Südseite des Gebirges. Charakteristisch für diesen Abschnitt ist der Wechsel zwischen offenen, aussichtsreichen Passagen und ruhigeren Wald- und Latschenzonen, bevor sich das Gelände zur Gotzenalm hin wieder öffnet.
Die Gotzenalm liegt spektakulär auf einem Hochplateau oberhalb des Königssees und bietet eine der eindrucksvollsten Panoramalagen der gesamten Region.
Charakter der Etappe:
- alpine Höhenetappe mit Übergang über den Schneibsteinbereich
- gut markierte, abwechslungsreiche Bergwege
- stetiger Richtungswechsel vom Hochgebirge zur Hochalm
- eindrucksvolle Tiefblicke auf den Königssee
- Ziel: exponierte Hochlage der Gotzenalm
- technisch moderat, konditionell mittel bis fordernd
Wichtig:
Diese Etappe ist landschaftlich einer der Höhepunkte der Tour. Der lange Übergang wird durch die außergewöhnliche Lage der Gotzenalm mit Panorama über den gesamten Königssee mehr als aufgewogen.

Gotzenalm
Gotzenalm
Alle Details zur Hütte, Ausstattung und aktuellen Informationen findest du direkt auf der offiziellen Website.
Hüttendetails öffnenDie Gotzenalm liegt hoch über dem Königssee mit spektakulärem Blick auf den Watzmann und zählt zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten der Region.
Steckbrief:
- Höhe: ca. 1.685 m
- Schlafplätze gesamt: ca. 80
- Mehrbettzimmer: vorhanden
- Zweibettzimmer: teilweise vorhanden
- Matratzenlager: vorhanden
- Winterraum: nein
- Dusche: nein
- Handyempfang: eingeschränkt
Tourverlauf
Tag 3: Gotzenalm → Wasseralm (i.d. Röth)
Der dritte Tag der Tour führt dich von der Gotzenalm in die abgelegene Röth im Nationalpark Berchtesgaden. Von der aussichtsreichen Hochalm startest du in alpinem Gelände und bewegst dich zunächst über gut angelegte Bergwege in Richtung tiefer gelegener, zunehmend wilderer Landschaften.
Der Übergang führt dich durch eine eindrucksvolle Mischung aus alpinen Höhenlagen, Waldpassagen und felsdurchsetzten Karstbereichen. Charakteristisch für diesen Abschnitt ist der deutliche Wechsel von der offenen Hochlage der Gotzenalm hin zu einer sehr ruhigen, abgeschiedenen Bergwelt.
Im weiteren Verlauf gelangst du in die Röth, eine der ursprünglichsten Regionen des Nationalparks. Ziel ist die Wasseralm, ein sehr abgelegener Stützpunkt, der stark von seiner Einfachheit und Atmosphäre geprägt ist.
Und wer diese Tour schon einmal gegangen ist, kennt ihn: den klassischen Eintopf auf der Wasseralm. Einfach, herzhaft und genau das Richtige nach einem langen Tag im abgelegenen Gelände – kein Gericht, das man vergisst, sondern eines, das zur Tour dazugehört.
Charakter der Etappe:
- langer Übergang von Hochalm in abgelegenes Talgebiet
- abwechslungsreiches Gelände mit Fels, Wald und Karst
- deutlich weniger frequentierte Route
- landschaftlich sehr ursprünglich und ruhig
- Ziel: Wasseralm in der Röth
Wichtig:
Diese Etappe ist geprägt vom Wechsel aus alpiner Hochlage hin in eine der einsamsten Regionen des Nationalparks. Trittsicherheit und gute Kondition sind erforderlich, da der Übergang lang und teils anspruchsvoll ist.

Wasseralm (in der Röth)
Wasseralm (in der Röth)
Alle Details zur Hütte, Ausstattung und aktuellen Informationen findest du direkt auf Alpenvereinaktiv.
Hüttendetails öffnenDie Wasseralm liegt im hinteren Röthtal im Nationalpark Berchtesgaden nahe der Grenze zu Österreich und ist ein abgelegener, einfacher Stützpunkt für Touren im Steinernen Meer.
Steckbrief:
- Höhe: ca. 1.423 m
- Schlafplätze gesamt: ca. 30–40
- Mehrbettzimmer: einfache Lagerplätze vorhanden
- Zweibettzimmer: keine
- Matratzenlager: vorhanden
- Winterraum: nein
- Dusche: keine
- Handyempfang: nein
- Hinweis: einfache, urige Alm ohne Komfort – nur Barzahlung möglich, begrenzte Kapazitäten, früh reservieren empfohlen
Tourverlauf
Tag 4: Wasseralm (in der Röth) → Kärlingerhaus
Der vierte Tag der Tour führt dich von der Wasseralm in der Röth hinein ins zentrale Gebiet des Nationalparks Berchtesgaden. Du startest in einer der abgelegensten Regionen der gesamten Route, umgeben von absoluter Ruhe und ursprünglicher Karstlandschaft.
Der Weg steigt zunächst aus dem Röthtal heraus an und führt dich über gut markierte, alpine Bergwege in Richtung Funtenseegebiet. Charakteristisch für diese Etappe ist der lange, stetige Anstieg zurück in hochalpineres Gelände, während sich die Landschaft zunehmend öffnet und in die typische Karstwelt des Steinernen Meeres übergeht.
Im weiteren Verlauf erreichst du das Gebiet rund um den Funtensee und schließlich das Kärlingerhaus, eine der wichtigsten Hütten im Nationalpark und markanter Stützpunkt im Steinernen Meer. Die Etappe ist lang und konditionell fordernd, aber landschaftlich extrem abwechslungsreich – vom abgeschiedenen Tal der Röth bis in das hochalpine Plateau.
Charakter der Etappe:
- lange Verbindungsetappe aus der Röth ins Steinernes Meer
- stetiger, teils anspruchsvoller Anstieg
- Wechsel von Wald-, Karst- und Hochgebirgslandschaft
- sehr einsame Startregion mit zunehmender Frequentierung
- Ziel: Kärlingerhaus am Funtensee
- konditionell fordernd, aber technisch gut machbar
Wichtig:
Diese Etappe bildet den Übergang aus der absoluten Abgeschiedenheit der Wasseralm zurück in das zentrale Hochgebirge des Nationalparks. Trittsicherheit und gute Kondition sind erforderlich, da der Anstieg lang und gleichmäßig ist.

Kärlingerhaus
Kärlingerhaus
Alle Details zur Hütte, Ausstattung und aktuellen Informationen findest du direkt auf Alpenvereinaktiv.
Hüttendetails öffnenDas Kärlingerhaus (Funtenseehaus) liegt am Funtensee im Steinernen Meer und ist eine der größten und bekanntesten Hütten der Region.
Steckbrief:
- Höhe: ca. 1.630 m
- Schlafplätze gesamt: ca. 180–200
- Mehrbettzimmer: umfangreich vorhanden
- Zweibettzimmer: vorhanden
- Matratzenlager: vorhanden
- Winterraum: ja
- Dusche: vorhanden (gegen Gebühr)
- Handyempfang: eingeschränkt bis gut
- Hinweis: abgelegene Lage – Zustieg lang, aber landschaftlich sehr eindrucksvoll; Handyladestation am Kärlingerhaus verfügbar (ca. 5 € pro Ladung) – Tipp: Powerbank mitnehmen
Tourverlauf
Tag 5: Kärlingerhaus → St. Bartholomä (Abstieg über die Saugasse)
Der fünfte Tag der Tour führt dich vom Kärlingerhaus am Funtensee hinunter zum Königssee nach St. Bartholomä. Du verlässt das hochalpine Steinernes Meer und beginnst den langen, durchgehenden Abstieg in Richtung Tal.
Zunächst geht es über alpine Bergwege vom Funtenseegebiet in Richtung Oberlahner und weiter zum Einstieg der Saugasse. Hier beginnt einer der markantesten Abschnitte der gesamten Tour: eine schmale, steile und in zahlreichen Serpentinen angelegte Bergschlucht.
Die Saugasse zieht sich in konstantem Gefälle durch steiles, felsdurchsetztes Gelände hinab und erfordert über längere Zeit Konzentration und Trittsicherheit. Danach öffnet sich das Gelände zunehmend, und der Weg führt durch Wald- und Schuttbereiche weiter Richtung Königssee.
Im unteren Teil der Etappe erreichst du schließlich das Ufer des Königssees und wanderst entlang des Sees bis nach St. Bartholomä, dem offiziellen Zielpunkt dieser Tour.
Charakter der Etappe:
- langer, durchgehender Abstieg aus dem Steinernen Meer
- Passage durch die steile und berühmte Saugasse
- technisch unschwierig, aber konditionell fordernd
- Wechsel von Hochgebirge zu Seeuferlandschaft
- sehr abwechslungsreiche Geländestruktur
- Ziel: St. Bartholomä am Königssee
Wichtig:
Die Saugasse ist der Schlüsselabschnitt dieser Etappe: zwar gut begehbar, aber durch die Länge und Steilheit körperlich anspruchsvoll. Der letzte Teil entlang des Königssees bietet einen eindrucksvollen und ruhigen Abschluss der gesamten Tour.
Seenschifffahrt Königssee
Informationen zu Fahrplänen, Tickets und Ausflugsfahrten auf dem Königssee findest du bei der Bayerischen Seenschifffahrt. Die Schiffe verbinden Königssee, St. Bartholomä und Salet und bieten eine der schönsten Möglichkeiten, den Nationalpark Berchtesgaden zu erleben.
Zur Schifffahrt
"Eine landschaftlich außergewöhnliche Mehrtagestour mit eindrucksvollem Wechsel zwischen hochalpinem Gelände, weiten Karstflächen und sehr ruhigen, abgelegenen Abschnitten im Nationalpark Berchtesgaden. Besonders die Kombination aus Schneibstein, Gotzenalm und der Röth macht die Route sehr abwechslungsreich."
Hinweis:
Eine Verlängerung der Tour ins Steinerne Meer in Richtung Riemannhaus sowie weiter zur Ingolstädter Hütte wäre grundsätzlich möglich und würde eine eindrucksvolle hochalpine Erweiterung der Route darstellen. Auch ein späterer Abstieg ins Wimbachtal wäre von dort aus eine logische Fortsetzung.
Aktuell ist dieser Übergang jedoch aufgrund eines Felssturzes gesperrt. Der betroffene Bereich ist nicht passierbar und sollte unbedingt gemieden werden. Damit ist diese sonst sehr reizvolle Erweiterung der Tour derzeit nicht begehbar und kann in der Routenplanung nicht berücksichtigt werden.