Goetheweg mit Pfeishütte
Hinweis: Alle Inhalte basieren auf persönlichen Erfahrungen. Tourenvorschläge, Bedingungen und Angaben erfolgen ohne Gewähr. Jede Tour erfolgt auf eigene Verantwortung – prüfe aktuelle Verhältnisse und schätze deine Fähigkeiten selbst realistisch ein.
Der Goetheweg ist keine Tour, bei der man einfach nur Kilometer sammelt. Es ist eher eine dieser Wanderungen, bei denen man ständig stehen bleiben möchte, weil links das Inntal liegt, rechts das Karwendel schroff und wild wirkt und der Weg selbst immer wieder zwischen luftigem Höhensteig und ruhiger Karwendelstimmung wechselt.
Am Anfang ist man noch nah an der Bergstation und damit auch an den typischen Nordkette-Besucherströmen. Aber je weiter man Richtung Pfeishütte geht, desto mehr verändert sich die Atmosphäre. Der Trubel wird leiser, die Landschaft rauer, der Blick weiter. Genau dieser Übergang macht die Tour so besonders: Man startet fast bequem per Bahn und landet trotzdem mitten in einer alpinen Kulisse, die sich deutlich ernster anfühlt als der einfache Zugang vermuten lässt.
Der Weg quert zunächst unterhalb der Hafelekarspitze und führt weiter unter den Gipfeln der Nordkette entlang. Später geht es über die Mandlscharte und anschließend in Serpentinen hinunter zur Pfeishütte. Diese Wegführung wird auch von der offiziellen Nordketten-Seite und Karwendel-Informationen so beschrieben.
Region: Nordkette / Karwendel, Tirol, Österreich
Dauer: 2 Tage
Distanz: 20,5 km gesamt
Höhenmeter: je 1.710 hm im Auf- und Abstieg
Start: Hungerburg bei Innsbruck
Ziel: Hungerburg bei Innsbruck
Übernachtungen: Pfeishütte
Charakter: 2-tägige Bergtour von der Hungerburg hinauf zur Nordkette, weiter über den aussichtsreichen Goetheweg zur Pfeishütte . Die Tour verbindet Stadtblick über Innsbruck, alpine Höhenwege, Karwendelkulisse und Hüttenübernachtung.
Schwierigkeit: Bergsteigtour; gute Kondition, Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung erforderlich.
Besonderheit: Die Tour startet direkt oberhalb von Innsbruck und führt trotzdem schnell in eine hochalpine Landschaft. Besonders reizvoll ist der Kontrast zwischen dem Blick ins Inntal, dem luftigen Goetheweg entlang der Nordkette und der ruhigen Lage der Pfeishütte mitten im Karwendel.
Für wen eignet sich die Tour?
Die Tour über den Goetheweg zur Pfeishütte eignet sich für bergsteigerfahrene Wanderer, die eine konditionell fordernde 2-Tages-Tour mit Hüttenübernachtung suchen. Besonders passend ist sie für alle, die den Kontrast aus Innsbruck-Nähe, Nordketten-Panorama und echter Karwendel-Landschaft erleben möchten.
Durch den Aufstieg ab der Hungerburg ist die Tour vor allem am ersten Tag körperlich anspruchsvoll. Mit rund 1.490 Höhenmetern im Aufstieg braucht man eine sehr gute Grundkondition und sollte längere Bergauf-Etappen gewohnt sein. Der Goetheweg selbst verlangt außerdem Trittsicherheit, Konzentration und Schwindelfreiheit, da der Weg stellenweise schmal, steinig und alpin geprägt ist.
Gut geeignet ist die Tour für dich, wenn du bereits Erfahrung auf alpinen Wanderwegen hast, mehrere Stunden am Stück bergauf gehen kannst und eine Hüttentour suchst, die sich trotz Stadtnähe schnell nach Hochgebirge anfühlt.
Weniger geeignet ist die Tour für absolute Anfänger, ungeübte Wanderer, Menschen mit Höhenangst oder alle, die eine entspannte Hüttentour ohne große körperliche Belastung suchen. In diesem Fall wäre die Variante mit Nutzung der Nordkettenbahn deutlich sinnvoller, weil dadurch der lange Aufstieg deutlich entschärft wird.
Anreise
Die Tour startet an der Hungerburg bei Innsbruck. Je nach Planung kannst du entweder direkt zur Hungerburg fahren oder die Anreise über Innsbruck und die Innsbrucker Nordkettenbahnen organisieren.
Mit dem Auto:
Wenn du mit dem Auto anreist, bietet sich Innsbruck als Ausgangspunkt an. Bei der Talstation der Nordkettenbahnen befindet sich die Congressgarage, in der das Auto auch für mehrere Tage stehen bleiben kann. Das ist besonders praktisch, wenn du die Tour als 2-tägige Hüttentour mit Übernachtung auf der Pfeishütte gehst. Von dort kannst du bequem mit der Hungerburgbahn weiter Richtung Hungerburg fahren oder deine Tour entsprechend starten. Vorab solltest du die aktuellen Parkgebühren und Öffnungszeiten der Garage prüfen.
Mit Bahn und Bus:
Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Tour sehr gut erreichbar. Du reist zunächst nach Innsbruck Hauptbahnhof und kommst von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß zur Talstation der Nordkettenbahnen. Anschließend kannst du mit der Hungerburgbahn zur Hungerburg fahren. Wer den langen Aufstieg ab Hungerburg etwas abkürzen möchte, kann zusätzlich die Nordkettenbahn weiter nach oben nutzen und erst höher in die Tour einsteigen.
Tourverlauf
Tag 1: Hungerburg → Pfeishütte
Tourenbeschreibung
Der erste Tag startet an der Hungerburg oberhalb von Innsbruck. Von hier beginnt der lange Aufstieg hinauf zur Nordkette. Anfangs wirkt die Tour noch relativ stadtnah, doch mit jedem Höhenmeter wird Innsbruck kleiner, das Inntal weiter und die Landschaft deutlich alpiner.
Wer die Etappe komplett zu Fuß geht, hat direkt am ersten Tag eine sehr konditionelle Route vor sich. Die ersten ca. 5,5 km und rund 1.370 Höhenmeter im Aufstieg können jedoch mit den Innsbrucker Nordkettenbahnen abgekürzt werden. Das macht die Tour deutlich entspannter und verschiebt den Fokus stärker auf den Goetheweg und den Weiterweg zur Pfeishütte.
Oben angekommen folgt der eindrucksvollste Teil der Etappe: der Goetheweg. Er zieht aussichtsreich entlang der Nordkette und verbindet weite Blicke über Innsbruck mit der rauen Karwendellandschaft auf der anderen Seite. Der Weg ist stellenweise schmal, steinig und alpin geprägt. Hier geht es nicht nur ums Gehen, sondern auch ums konzentrierte Auftreten.
Im weiteren Verlauf führt die Route über mehrere alpine Passagen Richtung Pfeishütte. Die Landschaft wird ruhiger, wilder und deutlich abgeschiedener. Spätestens hier fühlt sich die Tour nicht mehr nach „Wandern über Innsbruck“ an, sondern nach einer echten Karwendel-Etappe.
Das Tagesziel ist die Pfeishütte, die auf rund 1.922 Metern liegt. Nach dem langen Aufstieg und dem aussichtsreichen Höhenweg ist sie ein idealer Ort für die Übernachtung: ruhig gelegen, eingebettet zwischen Felsen und Karwendelkulisse, weit genug weg vom Trubel der Nordkette.
Charakter der Etappe: Anspruchsvolle erste Etappe mit langem Aufstieg, alpinem Höhenweg und Hüttenübernachtung. Sehr aussichtsreich durch den Goetheweg mit Blicken über Innsbruck, das Inntal und ins Karwendel. Flexibel planbar, da die ersten ca. 5,5 km und rund 1.370 Höhenmeter durch die Nordkettenbahn abgekürzt werden können.
Wichtig: Für die komplette Etappe ab Hungerburg brauchst du sehr gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Der Goetheweg ist kein Spazierweg, sondern ein alpiner Bergweg mit schmalen und teils ausgesetzten Abschnitten. Bei Nebel, Gewitterneigung, starkem Wind oder Altschnee sollte die Tour nicht unterschätzt werden. Wer den ersten Tag entschärfen möchte, kann mit den Nordkettenbahnen auffahren und erst weiter oben in die Tour starten. Die Übernachtung auf der Pfeishütte sollte vorher reserviert werden.

Pfeishütte
Pfeis-Hütte
Alle Details zur Hütte, Ausstattung und aktuellen Informationen findest du direkt auf Alpenvereinaktiv.
Hüttendetails öffnenDie Pfeishütte liegt auf 1.922 m im südlichen Karwendel, oberhalb von Innsbruck und am Ende des Samertales. Sie ist eine klassische Alpenvereinshütte: schlicht, gemütlich und genau richtig, wenn man nach dem Goetheweg nicht direkt wieder ins Tal absteigen möchte. Besonders schön ist die Lage zwischen den schroffen Karwendelgipfeln – weit genug weg vom Trubel der Nordkette, aber trotzdem gut erreichbar.
Steckbrief:
Höhe: 1.922 m
Schlafplätze gesamt: 60 Plätze
Mehrbettzimmer: 23 Plätze in Zimmerbetten
Zweibettzimmer: keine feste Angabe / bestimmte Zimmer können nicht gezielt reserviert werden
Matratzenlager: 37 Plätze
Winterraum: kein regulärer Winterraum; unversperrter Schutzraum nur für Notfälle
Dusche: vorhanden
Handyempfang: Mobiltelefonempfang vorhanden
Hinweis: Schlafplatz unbedingt vorher reservieren; die Reservierung gilt nur für einen Schlafplatz, nicht für ein bestimmtes Zimmer. Barzahlung einplanen.
Tourverlauf
Tag 2: Pfeishütte → Hungerburg
Tourenbeschreibung
Der zweite Tag startet an der Pfeishütte im südlichen Karwendel. Nach der Übernachtung geht es nicht einfach denselben Goetheweg zurück, sondern über eine andere Abstiegsroute wieder hinunter Richtung Hungerburg. Dadurch wirkt die zweite Etappe deutlich weniger wie ein Rückweg und mehr wie eine eigene Tour.
Von der Pfeishütte führt der Weg zunächst noch durch die alpine Karwendellandschaft. Die Umgebung ist hier ruhiger und abgeschiedener als rund um die Nordkettenbahn. Zwischen Felsen, grünen Hängen und weiten Blicken startet der Tag eher still – besonders, wenn man früh losgeht und die Hütte langsam hinter sich lässt.
Im weiteren Verlauf beginnt der lange Abstieg. Die Etappe ist mit ca. 9,55 km etwas kürzer als der erste Tag, hat aber trotzdem ihren eigenen Anspruch: Es geht rund 1.280 Höhenmeter bergab. Das klingt auf dem Papier vielleicht entspannter als der Aufstieg am Vortag, fordert aber vor allem Knie, Konzentration und Trittsicherheit.
Der Weg führt nach und nach aus der raueren Karwendelkulisse zurück in bewaldeteres Gelände und Richtung Innsbruck. Während oben noch Hüttenruhe und Bergstimmung dominieren, nähert man sich Schritt für Schritt wieder dem Tal und der Stadt. Genau dieser Wechsel macht den Abstieg besonders: morgens noch auf der Pfeishütte, später wieder zurück an der Hungerburg oberhalb von Innsbruck.
Das Ziel der Etappe ist wieder die Hungerburg. Von dort kannst du entweder weiter mit der Hungerburgbahn Richtung Innsbruck fahren oder zurück zum Parkplatz beziehungsweise zur Congressgarage gelangen, wenn du dort dein Auto abgestellt hast.
Charakter der Etappe: Lange Abstiegs-Etappe von der Pfeishütte zurück zur Hungerburg mit alpinem Beginn und zunehmend talnahem Charakter. Konditionell weniger aufstiegsintensiv als Tag 1, aber durch rund 1.280 Höhenmeter Abstieg trotzdem nicht zu unterschätzen. Abwechslungsreicher Rückweg mit Karwendelstimmung, Waldpassagen und dem Übergang zurück Richtung Innsbruck.
Wichtig: Auch wenn der zweite Tag überwiegend bergab führt, bleibt es eine schwere Bergsteigtour. Der lange Abstieg kann körperlich belastend sein, besonders für Knie und Oberschenkel. Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung sind weiterhin notwendig. Bei Nässe können steile Abstiege unangenehm und rutschig werden. Genügend Wasser und Verpflegung einplanen, da der Tag nach der Pfeishütte nicht automatisch viele Einkehrmöglichkeiten bietet.
„Ich kann den hervorragenden Service, den ich von Ihrem Unternehmen erhalten habe, gar nicht genug loben. Ihr Team hat alles Menschenmögliche getan, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen, und unsere Erwartungen übertroffen.“
„Ich kann den hervorragenden Service, den ich von Ihrem Unternehmen erhalten habe, gar nicht genug loben. Ihr Team hat alles Menschenmögliche getan, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen, und unsere Erwartungen übertroffen.“